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Dienstag, 28. September 2010

Und wieder im Bryce Canyon

Weil es uns hier so gut gefallen hat, haben wir beschlossen, noch einen halben Zusatztag einzulegen und ein wenig durch den Canyon zu wandern. Wie es sich für Großstädter gehört, begann unsere Wanderung pünktlich zur Mittagszeit. Zum Glück war es aber nicht so heiß wie Tage zuvor im Valley of Fire, so dass wir relativ entspannt unseren Trail laufen konnten. Das Licht war perfekt, und wir haben noch ein paar gute Bilder geschossen. Der erste Wanderweg war recht einfach, weil er größtenteils abwärts ging.


Dafür war der zweite etwas schwerer zu meistern, aber wir sind langsam gelaufen und sind am Ende fast nicht außer Atem gekommen. Zur Belohnung für die Mühen sind wir durch einen unglaublich tollen Canyon gelaufen und haben uns gefreut, dass wir die Tour gemacht haben. Kurz vor Abfahrt ist sogar ein Streifenhörnchen für uns Model gestanden. Die gibt es hier wie Sand am Meer, aber leider sind sie etwas schreckhaft und laufen sofort weg, wenn sie Menschen sehen. Das hier war aber nicht wirklich schüchtern und hat sogar aus der Hand gefressen.

Anschließend sind wir rd. 240 km nach Page/Lake Powell in Arizona gefahren. Hier wird übernachtet, weil wir morgen den Antelope Canyon anschauen wollen. Das soll einer der spektakulärsten in ganz USA sein und wir sind schon ganz gespannt darauf. Was uns schon länger aufgefallen ist, seit wir hier sind ist, dass sämtliche Verkehrsschilder die am Straßenrand stehen, von Kugeln durchlöchert sind. Scheint hier so eine Art Volkssport zu sein, auf Schilder zu schießen.
Nach Ankunft und Einchecken im Motel waren wir bei einem sehr populären Mexikaner und haben so viel gegessen, dass uns jetzt schlecht ist. Wir haben beide eine Margarita bestellt, weil die so hoch gelobt werden. Sie war auch lecker, allerdings hab ich meine an Flo abgegeben, weil ich dann doch lieber fahren wollte, als betrunken nach Hause zu kommen. Dafür ist Flo jetzt ganz schön hinüber... Bis morgen wird aber wieder alles gut :-)

Montag, 27. September 2010

Zion Nationalpark und Bryce Canyon

Heute haben wir es geschafft, um sieben Uhr aufzustehen. Zumindest nach kalifornischer Zeit. In Utah war es schon acht Uhr, aber trotzdem waren wir stolz auf uns. Wir sind durch den Zion Nationalpark gefahren - hier konnte der Scenic Drive leider nur per Shuttlebus mit verglastem Fenster abgefahren werden. Da uns das zu zeitintensiv war, sind wir über Serpentinen und durch einen langen Tunnel Richtung Bryce Canyon gefahren. So haben wir trotzdem noch die Schönheit des Zion mitbekommen und haben sogar noch einige Fotostops hingelegt, weil auf der Hälfte der Strecke Baustelle war und alles nur im Schrittempo vorwärts ging.

Um 12:00 Uhr waren wir dann in Bryce Canyon und haben nach dem Mittagessen unser Zimmer bezogen. Anschließend haben wir was ziemlich cooles gemacht - Flo wollte unbedingt einen 3-stündigen Reitausflug machen. Aber leider war der für heute nicht mehr möglich, so dass wir uns dann für den 1,5-stündigen Ausritt entschieden haben. Im Schritttempo ging es durch den Ponderosa-Wald zum North Rim des Bryce Canyon mit herrlicher Sicht auf die Zahnsteinhälse. Hat Spass gemacht, auch wenn Flo lieber im Galopp durch den Canyon geritten wäre.

Anschließend haben wir noch den Bryce Canyon abgefahren und ein paar atemberaubende Blicke von den Aussichtsplattformen genossen. Am Abend ist hier nicht sonderlich viel los, deswegen wird hier für die Touristen eine "Western Dinner Show" mit Steak und Livemusik veranstaltet. Das wollten wir uns auch anschauen, da wir nach dem langen Tag sowieso Hunger hatten. Wahrscheinlich hatten wir zuviel erwartet, denn das Ganze Programm wurde wie am Schnürchen durchgezogen - erst eine halbe Stunde sitzen und trinken, dann gab es Essen, das immerhin ganz ok war. Noch bevor wir fertig gegessen hatten, ging das Licht aus, dann hat eine lokale Countryband eine halbe Stunde versucht ihr Bestes zu geben (und das war wirklich nicht so gut) und danach ging das Licht wieder an und es war vorbei. Alle sind aufgestanden und gegangen. Eigentlich waren wir ganz froh darüber, weil wir uns schon gefragt hatten, wie lange wir das wohl aushalten. Das Ganze Yeehaaa und Howdy war einfach zu klischeehaft amerikanisch :-)