
Dank unserer mehr als langsamen Internetverbindung im gestrigen Zimmer haben wir ein Upgrade auf ein Riesenzimmer im 3ten Stockwerk und im neuen Gebäude erhalten - zum gleichen Preis versteht sich. Jetzt haben wir einen tollen Ausblick auf die Hotelanlage und den Pool. Meistens lohnt es sich, zu sagen was nicht passt, weil die Leute hier vor allem im Service sehr freundlich und zuvorkommend sind. Gleich nach dem Zimmerumzug haben wir die Gegend begutachtet in dem auch unser Hotel steht. In Old Town herrscht komplett mexikanische Atmospähre. Wunderschöne, historische Bauten aus der Gründerzeit San Diegos und jede Menge Restaurants, Shops, Märkte und natürlich Touristen wo man hinschaut.


Per öffentlichen Verkehrsmitteln haben wir uns auf den Weg in die große Stadt gemacht. Nach kurzer Orientierungslosigkeit, welchen Bus wir nun nehmen sollen, haben wir endlich den richtigen gefunden und waren ganz überrascht, dass in San Diego weder die Haltestellen beschriftet sind, noch gibt es eine Durchsage oder Anzeige wo man sich gerade befindet, noch gibt es einen Haltestellenplan im Bus. Nichts davon.

Das heißt

, man sollte sich auskennen und ziemlich genau wissen wo man hin will. Wir wussten zwar wo wir hinwollten, aber nicht wo wir aussteigen müssen. Der Busfahrer selber war viel zu unfreundlich und schlecht gelaunt, als dass wir ihn fragen wollten. Irgendwie haben wir uns doch halbwegs orientieren können, da wir im Bus einen Fahrplan gefunden haben, in dem ungefähr jede zehnte Haltestelle drinstand. Anhand der eingezeichneten Kurven, die wir dann mitgezählt haben, wussten wir auch wo wir aussteigen sollen. Kompliziert, aber es hat funktioniert.


In La Jolla angekommen, sind wir erst zum Sandstrand gelaufen und haben den zahlreichen Surfern zugeschaut. Dann noch ein Stück mit dem Bus zurück gefahren und immer noch in La Jolla das sehr nette Restaurant "Cody's" gefunden, wo es eine göttliche Bouillabaisse und einen sehr erfrischenden Cranberry-Lemon-Spritzer gab. Anschließend haben wir noch den Robben zugeschaut wie sie sich in der Sonne räkeln und sind nach einem kurzen Spaziergang wieder Richtung Hotel gefahren. Da San Diego viel größer ist als gedacht, haben wir rund 2 Stunden mit Busfahren verbracht und somit war es auch schon sechs Uhr.


Weiter ging es mit der Straßenbahn zum riesigen Flugzeugträger USS Midway am Harbor Drive. Dieser stammt aus dem zweiten Weltkrieg und wurde zuletzt 1991 im Golfkrieg eingesetzt. Eine Besichtigung haben wir uns allerdings gespart. Der Gaslamp Quarter District, wo wir anschließend waren, ist ein sehr belebtes Restaurant- und Kneipenviertel. Hier sind wir noch ein wenig rumgelaufen und haben erst mal die unglaubliche Anzahl an Restaurants auf uns wirken lassen. Beim Inder gelandet, haben wir noch gut und scharf gegessen, damit wir zumindest eine gute Grundlage für ein paar Bier hatten. Unsere letzte Station war die Brauerei Rock Bottom, die mit Live-Musik und selbst gebrautem Bier wirbt. Live Musik gab es leider keine und das selbstgebraute Bier war kein Bier sondern eher ein Biersaft. Von Bierschaum und Kohlensäure halten die Amis scheinbar nichts. Eines davon hieß zum Beispiel Rocktoberfest und ein Hefeweizen gab es ebenfalls. Beide würden wir nicht unbedingt weiterempfehlen. Flo hat noch ein weiteres probiert, ich hab mir das jedoch gespart und statt dessen ein gesundes Wasser mit Zitrone getrunken ;-)
Da die letzte Bahn um kurz vor elf ging, haben wir uns entschlossen, das gute San Diegoer Bier für heute gut sein zu lassen und zum Hotel zurück zu fahren. Morgen steht der San Diego Zoo auf dem Programm, welcher der größte und schönste der ganzen USA sein soll. Da sind wir mal gespannt und freuen uns schon auf einen stressfreien Tag ohne viel Fahrerei und Sightseeing.