Freitag, 1. Oktober 2010

We got our kicks on Route 66

Nach einem mehr als üppigen Frühstück in Lilo's Cafe in Seligman ging es auf der historischen Route 66 Richtung Westen weiter. In Seligman haben wir uns noch die alten Autos und 50er Jahre Gebäude angesehen und man hat einen Hauch von Ahnung bekommen, wie es vor 50 Jahren hier mal rund gegangen ist. Im Übrigen wurde der Trickfilm "Cars" von der Stadt Seligman inspiriert. Viele Charaktere, u.a. Luigi den Gabelstapler findet man hier.












Auf dem weiteren Weg an kilometerlangen Transportzügen, die von bis zu 5 Zugmaschinen gezogen wurden, vorbei ging es Richtung Kingman. Auf dem Weg lag noch eine besonders schöne Tankstelle mitten in der Einöde. Komplett im 50er Jahre Stil und mit einer 57er Corvette vor dem Laden. Sehr schöne Fotomotive und eine angenehme Rast mit einer Coke bei 42 Grad (die Cola war deutlich kühler). Kingman selbst war eine nicht besonders attraktive Stadt, aber davon gibt es an der Route 66 sowieso nicht viele.










Ein Highlight war das kleine Goldsucherörtchen Oatman. Dort liefen Esel frei herum wohin man sah und es gab auch eine kleine Schiesserei. Mit echten Colts, aber Platzpatronen. Der Hinweis an die evtl. teilweise bewaffneten Zuschauer: "If we start shooting, please don't shoot back"...










Bei mittlerweile 43 Grad Celsius führte uns unsere Weg von Arizonas Steppe wieder Richtung Kalifornien und den Joshua Tree Park. Der Weg dorthin führte uns durch karges Land, welches durch Chlorabbau noch karger aussah. Ebenso fad wie das herumliegende Land war dann auch die Route 66. Meilenweit schnurstraksgeradeaus. Tempomat sei dank, konnte man auf dieser weiten Strecke das Hirn weitgehenst ausschalten und einfach nur bei Tempo 80 dahin zuckeln (km/h).

An Twentynine Palms vorbei erreichten wir dann das Ziel unserer Tagesetappe gegen 18 Uhr: das Joshua Tree Inn Motel, genauer Zimmer Nr. 8 in dem sich vor 37 Jahren und 11 Tagen Gram Parsons mit einer Überdosis Drogen und Tequila ins Jenseits beförderte. Das Motel selbst macht einen sehr gemütlichen Eindruck und vor unserem Zimmer haben Fans einen kleinen Gedenkschrein errichtet. Zum Abendessen gab es im nahegelegenen Crossroads Cafe noch einen leckeren Burger und Albondigas und Bier. Das Essen sowie das Ambiente waren sehr lecker. Wir sind schon ganz gespannt wie es morgen bei diesen Temperaturen im Joshua Tree Nationalpark wird und ob wir die Stelle finden, wo das Gram Parsons Memorial steht - hier irgendwo wurde unser Zimmervorgänger nach seinem Tod vor Jahren von seinem Freund und Manager aufgrund eines gemeinsamen Paktes verbrannt. Sehr tragische Geschichte und das Zimmer hat auf jeden Fall was. Es strahlt Ruhe und Behaglichkeit aus und man kann sich hier bestens entspannen und seine Gedanken schweifen lassen.

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