Mittwoch, 29. September 2010

Indianer!! - Servus -

Nach einer unruhigen Nacht im Motel6 in Page (laute Klimanlage, Wassergeräusche von den Leitungen und meiner Margaritas) sind wir morgens zum Antelope Canyon "gekarrt" worden. Die Canyon Tour ist so gut besucht, dass die Navajo-Indianer alle Touris auf die Ladefläche von umgebauten Offroadtrucks setzen und diese im Stundentakt in den engen Canyon fahren.
Dort angekommen, waren schon mindestens zehn weitere Gruppen am Start und sind mit Fotoapparat bewaffnet, gruppenweise durch den Canyon geführt worden. Entsprechend war dort einiges los, aber da mussten wir durch. Auf dem Foto ist übrigens Bruce, unser Fahrer und Tourguide, der recht witzig war und uns ständig irgendwelche Felsen oder Felsenschatten gezeigt hat, die aussehen wie Abraham Lincoln, Scoobidoo, wie ein Adler und weiß nicht was noch alles. Mit viel Phantasie kann man einiges in den Felsen sehen und die Indianer haben davon wohl mehr als genug.



Anschliessend ging es über Sandstrassen wieder zurück nach Page und dort haben wir völlig verstaubt zu Mittag gegessen. Frisch gestärkt ging es wieder raus in die heiße Sonne Arizonas zum Horseshoe Bend. Von einem völlig ungesicherten Aussichtspunkt hatte man einen grandiosen Blick auf den glasklaren Coloradoriver der sich an diesem Punkt wie ein Hufeisen seinen Weg sucht. Nur wenige cm vom Abgrund entfernt haben wir weitere sensationelle Bilder machen können. Unglücklicherweise ist dieser Aussichtspunkt nicht wie sonst üblich mit dem Auto, sondern nur zu Fuß zu erreichen. 1 km durch Sand und Steppe bei dieser Sonne hat ganz schön geschlaucht, aber es hat sich gelohnt.

Verschwitzt und ausgedörrt haben wir uns im Walmart aklimatisiert und uns mit Wasser und Proviant für die nächsten 200 km ins Monument Valley eingedeckt. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir dort angekommen um noch ein paar Bilder zu schiessen. Für eine Tour ins Tal waren wir leider zu spät, aber bei einem Tourpreis von $75 pro Person waren wir darüber nicht besonders traurig. Die dort lebenden Indianer wissen, wie man schnell viel Geld verdient. Entsetzt haben wir dann festgestellt, dass unser nächster Übernachtungsstop nochmals 280 km weit entfernt war, irgendwie haben wir da was in der Planung übersehen. Nichts destotrotz sind wir aufgebrochen und haben dann nach gut zwei Drittel der Strecke in Camerons Trading Post haltgemacht. Hier haben wir glücklicherweise das letzte Zimmer ergattert und den Preis sogar noch um $20 runterhandeln können. Bisher die schönste Anlage auf unserer Durchreise und sehr empfehlenswert.
Morgen gehts dann weiter zum Grand Canyon den wir zuerst zu Fuß und anschliessend mit dem Helicopter ansehen werden. Aufgrund fehlender Ausrüstung und verbummelter Aufenthaltserlaubnis für den regulierten Campingplatz am Fuß des Grand Canyon haben wir uns entschlossen, den Abstieg nicht zu wagen. An der Kondition hätte es sicherlich nicht gescheitert :-)

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