Donnerstag, 24. März 2011

Sri Lanka Tag 3

So früh wie heute sind wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr aufgestanden. Um halb sechs wurden wir geweckt und sind nach einem Tee gemeinsam mit Sam und unserem Flughafen-Taxifahrer um sechs Uhr bei Tagesanbruch Richtung Süden aufgebrochen.
Unser erster Halt war ein quirliger und lauter Fischmarkt in Aluthgama. Hier werden die fangfrischen Fische an Händler und Einheimische verkauft und es herrschen basarähnliche Zustände. Es wird gehandelt und gefeilscht und die Fische reichen von sehr kleinen Fischen zu mittelgroßen Thunfischen bis hin zu riesengroßen Haien. Die Fische werden direkt auf den Boden gelegt, so dass man immer gut aufpassen muss, wo man hintritt. Was für Europäer noch gewöhnungsbedürftiger ist, ist dass sie direkt vor Ort ausgenommen werden und die Eingeweide einfach in ihren Blutlachen danebenliegen. Natürlich nicht zu vergessen die Zeit, in der die Fische in der Sonne liegen... Da wir aber noch eine längere Strecke vor uns hatten, haben wir nur geschaut und nichts gekauft.


Der zweite Stopp war eine kleine Schildkrötenfarm in Kosgoda. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Überlebenschancen der Schildkröten zu erhöhen, damit diese nicht gleich nach dem Schlüpfen von Vögeln, Fischen oder Menschen verspeist werden. Hier können auch die Eier in geschützter Umgebung reifen und laufen nicht Gefahr zum Omelett zu werden, was bei manchen Menschen wohl recht beliebt sein soll. Wir haben einen Tag alte Schildkröten gesehen, bis hin zu einem ausgewachsenem 7 Jahre altem Tier. Sogar eine Albino-Schildkröte hatten sie hier. Obwohl überall Plakate hingen mit der Bitte, die Tiere nicht anzufassen, durften wir beide eine halten. Die Farm wurde 2004 vom Tsunami komplett zerstört und mittlerweile aber wieder aufgebaut.

 Auf abenteuerlichen Straßen sind wir weiter nach Hikkaduwa gefahren, wo es einen sehr schönen Strand und nicht wenige Touristen gab. Hier haben wir eine kleine Bootsausfahrt gemacht und anschließend am Strand ein paar Snacks zu uns genommen. Auf dem Rückweg haben wir in Aluthgama nochmals Halt gemacht und den Galapota-Tempel angeschaut, der angeblich aus dem 12. Jh. stammen soll. An dessen Spitze sitzt ein riesiger Buddha, der geschätzte 30 bis 50 Meter hoch war. Hier hatten wir ein kleines Laufproblem - wir mussten unsere Flip-Flops nämlich im Auto lassen und auf dem gesamten Tempelgelände barfuss laufen. Leider war der Steinboden dermaßen heiß, dass wir irgendwann nicht mehr so tun konnten als sei alles ok. Wir sind gehüpft vor Schmerzen und haben uns von Sam auslachen lassen. Er hatte jedenfalls Spaß und hat sich köstlich über uns amüsiert.



Die Fahrt zurück nach Kaluthara war wieder sehr abenteuerlich, man könnte meinen, es sind lauter Geisteskranke unterwegs. Ein halsbrecherisches Überholmanöver nach dem nächsten, da muss der Gegenverkehr halt ausweichen...
Sams Frau hat uns wieder mit dem Essen erwartet und inzwischen sind wir nach einem langen Tag und ausgiebigem Spielen mit den mittlerweile sehr aufgeweckten Mädchen ziemlich groggy. Heute müssen wir früh ins Bett, weil wir morgen noch viiiel früher aufstehen müssen. Um kurz vor drei Uhr nachts geht nämlich unser Zug Richtung Candy und Adams Peak. Dieses Mal wird es ein 2-Tages-Ausflug mit der ganzen Familie, wir sind gespannt, wie das wird.
P.S. Freddy ist tot.

2 Kommentare:

Dodo hat gesagt…

Habt ihr denn noch ein Foto von Freddy machen können? ;-))))))

D + F hat gesagt…

Bislang nicht. Der schaut echt nicht nett aus... ;)